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Bookfinder: Sie suchen ein gutes Buch – wir machen Ihnen einen Vorschlag. LiteraturSchweiz hat einen digitalen Bookfinder entwickelt, der diese Aufgabe übernimmt. Sie brauchen bloss sechs Mal zu klicken und so anzuzeigen, wer Sie sind, der Bookfinder sagt, was Sie (vielleicht) gerne lesen. Sie können den Bookfinder auch benutzen, um ein Lektüregeschenk für Freunde und Bekannte zu finden.  So funktioniert der digitale Bookfinder. Er basiert auf Moritz Tramers «Der Bücherkatalogtest als charakterlogisches Prüfmittel» von 1953. Dem test zufolge sollen Probanden Buchtitel aus einer Liste auswählen, die dem Psychologen ein Bild seiner Interessen vermitteln. Der Bookfinder kehrt das Verfahren um und empfiehlt je nach (Selbst-)Charakterisierung mögliche Bücher zur Lektüre.   Die Grundlage dafür bilden die annähernd 300 Lesetipps von LiteraturSchweiz, die mit aktuellen Neuerscheinungen ergänzt worden sind. Die Resultate des Bookfinder sind so treffend oder unzutreffend, wie man sich oder den/die zu Beschenkende/n anhand von Eigenschaften, Talenten und Interessen zu charakterisieren vermag – und sind, natürlich, mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Ein gutes Buch kommt dabei aber allemal heraus. 

Journal

Zensur in Boston: Die bibliophile Notiz für Kalenderwoche 21

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Brennen nicht : Die bibliophile Notiz für Kalenderwoche 20

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Verräterischer Index : Die bibliophile Notiz für Kalenderwoche 19

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Neue Verbrennungen: Die bibliophile Notiz für Kalenderwoche 18

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Fatwa: Die bibliophile Notiz für Kalenderwoche 17

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Zensur-Talibanismus: Die bibliophile Notiz für Kalenderwoche 16

Lesetipp

Tom Tirabosco, Wonderland: Dieser autobiographische Comic erzählt aus dem Leben von Tom Tirabosco, von der Begegnung seiner Eltern in Rom in den 1960er Jahren bis zu seiner Adoleszenz. Eine befreiende Erzählung für den Autor, weil er sich auf einen bemerkenswerten introspektiven Tauchgang begibt - Frucht einer langen Reifung -, indem er die Schlüsselmomente seiner Existenz Revue passieren lässt, die sich in zwei Hauptstränge teilt: die elterlichen Krisen und die konflikthafte Beziehung zu Michel, seinem körperlich behinderten Bruder. Das Kind schluckt Nattern, vor allem mit seinem wütenden Vater, der darum besorgt, seine Söhne zu Männern zu erziehen und nicht zu „Schwuchteln“. Zum Glück, hält seine feinsinnige und liebende Mutter den Schaden in Grenzen. Um die familiäre Zwietracht auszuhalten, entzieht sich Tom, indem er Bücher über das das Leben von wilden Tieren (insbesondere mit Bildtafeln von Zdeněk Burian) und die Hergé-Comics liest sowie und Disney-Filme schaut. Eine mutige Geschichte, sensibel und nuanciert, wo Dämonen auch für die Konstruktion dienen. «Wonderland», diese Autobiographie als Graphic Novel, erzählt aus der Kindheit eines Jungen, der Zeichner geworden ist. Tommaso lässt uns teilhaben an seinem Leben von der Geburt bis zurzeit, in der er ins Gymnasium kommt. Am Ende wissen wir, dass er ein genauer Beobachter dessen ist, was ihn geformt hat und was er selber prägte. Man könnte die Geschichte dieses «Wunderlands» auch als Entwicklungsroman eines Secondos lesen, erzählt von einem modernen Jules Vernes; oder als Genfer Adaptation von Kain und Abel; vielleicht sogar als gewitzte «Alice im Wunderland»-Hommage oder als Auseinandersetzung mit dem Künstlerwerden.Nie wirkt diese Erinnerung nostalgisch und nie erliegt Tom Tirabosco im Erzählen seiner eigenen Kindheit der Versuchung, zu vereinfachen. Seine Kreidezeichnungen in allen Tonalitäten verleihen diesem Erinnerungsbuch eine ungeheure Tiefe. Das ist schlicht ergreifend und zutiefst menschlich.Carola Deschoux(Quelle : SIKJM)

Lesetipp

Christian Kracht, Imperium: Christian Kracht versteht es zu provozieren. Sein Roman „Imperium“ macht da keine Ausnahme. Er greift zurück auf die deutsche Kolonialgeschichte in der Südsee. Ein Aussteiger namens August Engelhardt reist in die exotische Kolonie Neupommern, um da auf eine winzig kleinen Nebeninsel einen veganischen Kult um die Kokosnuss zu begründen. Im „Kokoverismus“ glaubt er sich selbst reinigen und befreien zu können. Zwar findet er unter Einheimischen ein paar Jünger, doch er in seinem Rigorismus vergisst er, die Menschen zu lieben. So wird aus dem Paradies ein jämmerliches Drama unter sengender Sonne. Engelhardt bleibt einsam und flüchtet sich mehr und mehr in obskure Wahnideen, die auch antijüdische Ressentiments beinhalten. Basierend auf einer historischen Figur erzählt Kracht die Geschichte mit ironischer Distanz. Souverän arrangiert er seinen Stoff, erklärt Umstände und lässt literarische Quellen anklingen und gibt sich doch als gewiefter Desillusionist, der sich auf doppeltem Boden bewegt. Hinter der mitunter frivolen Süffisanz verbirgt sich durchaus ein tiefer Ernst. Unausgesprochen regt der Roman eine Parallel an zu einem romantisch veranlagten Vegetarier, der später ein „tausendjähriges Reich“ gründen sollte. Aus dieser Optik gelesen sucht „Imperium“ nach den Quellen von imperialen Ideen. Wer weiss denn, wohin lebensreformerische Konzepte auch führen können. (Beat Mazenauer)

Lesetipp

Hugo Ball, Tenderenda der Phantast: «jolifanto bambla ô falli bambla». Die erste Zeile seines legendären «Karawane» -Gedichts hat Hugo Ball unvergesslich gemacht. 1916 liess sich der Irrsinn des ersten Weltkriegs kaum treffender ausdrücken. Parallel zu seinen Dada-Versen hat Hugo Ball damals, zwischen 1914 und 1920, auch an einem «Büchel» geschrieben, das erst Jahrzehnte nach seinem Tod erscheinen sollte: «Tenderenda der Phantast». Die Jolifanto-Karawane tritt auch hierin auf. Allein «Tenderenda der Phantast» greift über die Dada-Poesie hinaus und zeichnet ein schillerndes Bild des politischen Dadamysten Ball. Prosa und Lyrik munter mischend hat er ein wunderbares Gauklerstück gedichtet, das rein ist an poetischem Geist und zugleich tief eingeschwärzt durch die Ereignisse der Zeit. Unbeschwerte, synästhetische Sprachbilder wechseln mit finsteren Anspielungen auf eine bedrohliche Wirklichkeit: Zauberflug und Gräberreihen. «Die Angst vor der Gegenwart verzehrt uns.» Die Welt, wundert sich Ball schelmisch und erstaunt zugleich, rege sich über die Reden von Clemenceau oder Lloyd George weniger auf als «über das schwankende Häuflein dadaistischer Wanderpropheten». Die närrische, anarchische Negation geltender Normen wurde für gefährlicher erachtet als die von Angst zerfressene Normalität. Insofern enthält die dadaistische Buffonade hinterrücks auch eine politische Predigt. (Beat Mazenauer)

Neuerscheinungen

Silvia Götschi: Muotathal. Emons Verlag.

Nachrichten

Boersenblatt News: Türkische Polizei stürmt Belge-Verlag: Christoph Links: "Überfall auf unseren Partnerverlag"

Boersenblatt News: Preis des Schweizer Buchhandels 2017 vergeben: Haupt Verlag und Buch­hand­lung zur Rose gewinnen

Boersenblatt News: Ende einer Tradition : Markgrafen-Buchhandlung in Bayreuth schließt

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