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Bookfinder: Sie suchen ein gutes Buch – wir machen Ihnen einen Vorschlag. LiteraturSchweiz hat einen digitalen Bookfinder entwickelt, der diese Aufgabe übernimmt. Sie brauchen bloss sechs Mal zu klicken und so anzuzeigen, wer Sie sind, der Bookfinder sagt, was Sie (vielleicht) gerne lesen. Sie können den Bookfinder auch benutzen, um ein Lektüregeschenk für Freunde und Bekannte zu finden.  So funktioniert der digitale Bookfinder. Er basiert auf Moritz Tramers «Der Bücherkatalogtest als charakterlogisches Prüfmittel» von 1953. Dem test zufolge sollen Probanden Buchtitel aus einer Liste auswählen, die dem Psychologen ein Bild seiner Interessen vermitteln. Der Bookfinder kehrt das Verfahren um und empfiehlt je nach (Selbst-)Charakterisierung mögliche Bücher zur Lektüre.   Die Grundlage dafür bilden die annähernd 300 Lesetipps von LiteraturSchweiz, die mit aktuellen Neuerscheinungen ergänzt worden sind. Die Resultate des Bookfinder sind so treffend oder unzutreffend, wie man sich oder den/die zu Beschenkende/n anhand von Eigenschaften, Talenten und Interessen zu charakterisieren vermag – und sind, natürlich, mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Ein gutes Buch kommt dabei aber allemal heraus. 

Journal

The Comstock Law: Die bibliophile Notiz für Kalenderwoche 11

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Affaire ‘L’Hebdo’ : vous avez dit pluralité ?: Affaire ‘L’Hebdo’ : vous avez dit pluralité ?

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«Verbrennt mich!»: Die bibliophile Notiz für Kalenderwoche 10

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Mitteilungen: Bewerbungsfristen für Double-Literaturplattform

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«La Nuit de la nouvelle» de Jean-Pierre Rochat: Critique par viceversalittérature

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«Atlas Hotel» von Bruno Pellegrino: Rezensionshinweis viceversaliteratur

Lesetipp

Hugo Ball, Tenderenda der Phantast: «jolifanto bambla ô falli bambla». Die erste Zeile seines legendären «Karawane» -Gedichts hat Hugo Ball unvergesslich gemacht. 1916 liess sich der Irrsinn des ersten Weltkriegs kaum treffender ausdrücken. Parallel zu seinen Dada-Versen hat Hugo Ball damals, zwischen 1914 und 1920, auch an einem «Büchel» geschrieben, das erst Jahrzehnte nach seinem Tod erscheinen sollte: «Tenderenda der Phantast». Die Jolifanto-Karawane tritt auch hierin auf. Allein «Tenderenda der Phantast» greift über die Dada-Poesie hinaus und zeichnet ein schillerndes Bild des politischen Dadamysten Ball. Prosa und Lyrik munter mischend hat er ein wunderbares Gauklerstück gedichtet, das rein ist an poetischem Geist und zugleich tief eingeschwärzt durch die Ereignisse der Zeit. Unbeschwerte, synästhetische Sprachbilder wechseln mit finsteren Anspielungen auf eine bedrohliche Wirklichkeit: Zauberflug und Gräberreihen. «Die Angst vor der Gegenwart verzehrt uns.» Die Welt, wundert sich Ball schelmisch und erstaunt zugleich, rege sich über die Reden von Clemenceau oder Lloyd George weniger auf als «über das schwankende Häuflein dadaistischer Wanderpropheten». Die närrische, anarchische Negation geltender Normen wurde für gefährlicher erachtet als die von Angst zerfressene Normalität. Insofern enthält die dadaistische Buffonade hinterrücks auch eine politische Predigt. (Beat Mazenauer)

Lesetipp

Jürg Schubiger, Das Kind im Mond: Ein Mann steht am Abgrund. Vor ihm nichts als das Nichts, ein tiefschwarzer Himmel mit ein paar weissen Farbklecksen: Sterne, aus denen sich keine Bilder lesen lassen. All das scheint den Mann nicht zur Verzweiflung zu bringen; er ist höchstens ein wenig melancholisch. In der Pose eines träumenden Dandys hält er sich an einem überdimensionalen Löwenzahnstängel fest, während die Samen in die Schwärze der ewigen Nacht hinausdriften.Aljoscha Blaus berückend poetischen Bilder entführen uns in eine völlig fremde, stille Welt, in der wir gerne staunend verweilen möchten, um auf kleine Wunder zu warten: Einmal fliegt ein Rabe vorbei, fast so schwarz wie der Himmel. Nur an den Federenden schimmert er ein wenig blau. Die Geschichte, die Jürg Schubiger erzählt, führt, und das gibt dem Buch seine Spannung, in eine andere Richtung. Während Aljoscha Blaus Poesie im Abstrakten schwebt, kommt Schubigers Sprache sinnlich, fast handfest daher. Wir befinden uns auf dem Mond, wo eine Familie lebt: Der Mann, die Frau und das Kind im Mond. Ziemlich einsam ist es da. Und ziemlich langweilig, denn auf dem blassen Gestirn gibt es nichts zu tun. Ausser fernsehen. Also, in die Ferne sehen und sich Geschichten erzählen: «Und während sie so blickten, erzählte die Frau vom Leben auf der Erde, von Kräutern und Früchten, von Würsten und von frischem Brot, dass allen das Wasser im Mund zusammenlief.» Eines Tages wird die Sehnsucht nach all den lebendigen, warmen, harten und weichen Dingen so gross, dass das Kind losfliegt, in Richtung blaue Erde.Christine Lötscher(Quelle: SIKJM)

Lesetipp

Marie-Jeanne Urech, Mein sehr lieber Herr Schönengel: Drunten im Keller hocken die Arbeitstiere und verrichten stumpfsinnige Dinge. Die Menschen sind zu nichtssagenden Rädchen mutiert, die alle auf den Namen «Weisslich» hören. Einzig die Anrede signalisiert die Hierarchie: Zuoberst regiert «Unser Brillanter Pantheonischer Durchlauchtigster .... Sehr Lieber Herr Weisslich». Einer dieser Kellermenschen ist Arthur Schönengel, der den lieben langen Tag nur ansteigende Striche zeichnet, von links unten nach rechts oben. Je kühner die Striche ansteigen, umso mehr Erfolg ist der Firma beschieden. Im Unterschied zu den Kollegen erlaubt sich Schöngengel einen Rest an Eigensinn, indem er seinen richtigen Namen nicht vergisst, und sich am Sonntag frei nimmt. Derlei wird nicht bestraft, denn die Firma ist keine Diktatur, nur eine alltägliche Tretmühle.«Mein sehr lieber Herr Schönengel» schildert eine vordergründig absurde Welt, worin sich Kafka und Orwell begegnen – im Dienst des Firmenerfolgs. Komischer, boshafter kann das Börsengeschäft kaum dargestellt werden. Marie-Jeanne Urech hat eine wunderbar freche Parabel entwickelt, die sie mit schlichter, präziser Sprache zum Leuchten bringt. Wie Herr Schönengel jedoch anmutige Bäume anstatt gerade Linien zu zeichnen beginnt, bricht das Geschäft zusammen. (Beat Mazenauer)

Neuerscheinungen

Désirée Scheidegger: Aaregeflüster. Knapp.

Neuerscheinungen

Andreas Schwab: Anderberg. Offizin Verlag.

Nachrichten

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